Wien – Greenpeace setzt sich entschieden für ein Böllerverbot in sensiblen Bergregionen ein. Anlässlich des bevorstehenden Silvesterfestes warnt die Umweltschutzorganisation vor den Risiken, die durch Feuerwerke für Tiere und die Umwelt entstehen.
Risiken für Tiere und Ökosysteme
Zu Silvester werden in vielen alpinen Gebieten Feuerwerke gezündet, sowohl bei öffentlichen Veranstaltungen als auch durch Privatpersonen. Diese Praktiken verursachen nicht nur erheblichen Lärm, sondern führen auch zu Stress für Wildtiere und können Luft-, Boden- und Gewässerverschmutzung verursachen. Greenpeace berichtet von einem kürzlichen Vorfall in Innsbruck, bei dem unsachgemäße Verwendung von Feuerwerkskörpern zu einem Waldbrand führte.
„Schon ein einziger lauter Knall kann ein ganzes Rudel Gämse in Panik versetzen“, erklärt Ursula Bittner, Sprecherin von Greenpeace. „In Bergregionen verstärkt sich der Schall um ein Vielfaches. Unsere Alpen sind keine geeigneten Orte für Feuerwerkspektakel; sie sind sensible Lebensräume, die wir schützen müssen.“
Dringender Handlungsbedarf
Obwohl Naturschutzgebiete rechtlich vor Feuerwerken geschützt sind, werden bestehende Verbote häufig nicht eingehalten. Greenpeace fordert deshalb ein generelles Verbot von Feuerwerken in der gesamten alpinen Region, auch in sensiblen Naturzonen, die nicht offiziell als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind.
Zusätzlich führen in den Wintermonaten schichtige Luftlagen dazu, dass Schadstoffe aus Böllern in der Luft verbleiben, die sowohl Menschen als auch Wildtieren schädlich sind. Bittner ruft dazu auf, auf Alternativen zu setzen: „Statt mit Böllern Wildtieren eine wahre Schreckensnacht zu bereiten, gibt es viele gute Alternativen: Licht- und Lasershows sind eine leise und feierliche Möglichkeit, ins neue Jahr zu starten.“
Quelle: APA-OTS, Datum: 29.12.2025
Autor: hml (hml@scripora.com)