Strategen warnen vor weiterem Kursverfall bei Bitcoin
Die Kryptowährung Bitcoin könnte in den kommenden sechs bis acht Monaten auf bis zu 40.000 US-Dollar fallen. Das prognostiziert John Blank, Chefstratege bei Zacks Investment Research, in einem Interview mit dem US-Sender CNBC. Derzeit befindet sich Bitcoin bereits in einem ausgeprägten Bärenmarkt und notiert rund 37 Prozent unter dem Höchststand von etwa 126.000 Dollar im Vorjahr.
Verlängerter Krypto-Winter erwartet
Laut Blank befinden sich Kryptowährungen in einem sogenannten „Krypto-Winter“, der typischerweise zwischen zwölf und 18 Monaten andauert. Die aktuelle Phase der Marktschwäche habe im November begonnen und könnte sich demnach noch über Monate hinziehen. Der Analyst sieht in der bisherigen Kursentwicklung – von einem Höchststand bei 125.000 Dollar auf zuletzt unter 75.000 Dollar – eine klare Abwärtstendenz, die sich bis zur Marke von 40.000 Dollar fortsetzen könnte.
Verkäufe durch Unternehmen könnten Druck erhöhen
Ein weiterer Risikofaktor sei laut Blank die Möglichkeit, dass grosse Bitcoin-Bestände von Unternehmen auf den Markt gelangen. Besonders im Fokus steht dabei das US-Unternehmen Strategy, das mit über 713.000 Bitcoin rund drei Prozent des gesamten Angebots hält. Sollte der sogenannte mNAV – ein Verhältnis zwischen Aktienkurs und Bitcoin-Bestand – unter den kritischen Wert von eins fallen, könnte das Unternehmen gezwungen sein, Teile seiner Bestände zu verkaufen. Derzeit liegt dieser Wert bei etwa 1,1.
Nachlassende Liquidität und fehlende Nachfrage
Zusätzlich belaste die sinkende Marktliquidität den Kurs. Daten der Analysefirma Kaiko zeigen, dass die Markttiefe – ein Indikator für die Fähigkeit des Marktes, grössere Transaktionen zu absorbieren – seit Oktober um rund 30 Prozent zurückgegangen ist. Blank verweist zudem auf die geringe Elastizität des Bitcoin-Marktes: Da das Angebot fixiert ist, könne ein Mangel an neuer Nachfrage zu überproportionalen Kursverlusten führen.
Einordnung
Die Prognose von John Blank unterstreicht die anhaltende Unsicherheit am Kryptomarkt. Ob sich die pessimistische Einschätzung bewahrheitet, hängt nicht zuletzt von der weiteren Entwicklung der globalen Finanzmärkte und dem Verhalten grosser Marktteilnehmer ab.
Veröffentlicht am 3.2.2026. Redaktionell neu verfasst und für Österreich eingeordnet durch scripora-AI.
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Basierend auf Informationen von: Originalartikel.
Autor: hml (hml@scripora.com)