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Warum OLED-Fernseher auch 2026 noch deutlich teurer sind als LCD-Modelle

Posted on 01.02.2026

Hohe Produktionskosten und technische Herausforderungen treiben Preise

OLED-Fernseher gelten als Spitzenklasse in der TV-Technologie – doch trotz regelmäßiger Rabattaktionen rund um den Super Bowl oder den Black Friday bleiben sie deutlich teurer als LCD-Modelle. Wie aus einem aktuellen Bericht hervorgeht, liegt das vor allem an der aufwendigen Herstellung der OLED-Panels, die nach wie vor mit hohen Kosten und Produktionsrisiken verbunden ist.

Komplexe Fertigung und niedrige Ausbeute

Die Produktion von OLED-Bildschirmen erfordert hochpräzise Anlagen. Bereits kleinste Fehler können dazu führen, dass ein Panel unbrauchbar wird. So kostete ein 65-Zoll-OLED-Panel im Jahr 2020 noch rund 1.000 US-Dollar in der Herstellung. Bis 2024 konnte dieser Betrag zwar auf etwa 600 US-Dollar gesenkt werden, liegt damit aber weiterhin deutlich über den Produktionskosten eines gleich großen LCD-Fernsehers, der bereits für unter 500 US-Dollar erhältlich ist.

Ein wesentlicher Faktor ist die sogenannte „Yield Rate“ – also der Anteil funktionierender Panels in einem Produktionsdurchlauf. Bei Samsung lag diese Rate für QD-OLED-Panels im Jahr 2022 bei lediglich 68 Prozent, konnte aber bis 2023 auf 84 Prozent gesteigert werden. LG Display, ein weiterer führender Hersteller, verzeichnete ebenfalls Fortschritte, musste jedoch 2022 eine seiner OLED-Fabriken mit nur 50 Prozent Auslastung betreiben – bei gleichbleibenden Fixkosten.

Größe als Preistreiber

Mit zunehmender Bildschirmdiagonale steigen auch die Produktionsrisiken und Materialkosten. Auf einer sogenannten Gen-8.5-Produktionslinie lassen sich beispielsweise nur drei 65-Zoll-Panels oder sechs 55-Zoll-Panels gleichzeitig fertigen. Besonders große Modelle, wie ein 97-Zoll-OLED-Fernseher, kosten daher auch heute noch bis zu 25.000 US-Dollar. Im Vergleich dazu sind 98-Zoll-LCD-Fernseher mit Quantum-Dot-Technologie bereits ab rund 2.200 US-Dollar erhältlich.

Technologische Vorteile gegenüber LCD

OLED-Fernseher bieten eine Reihe technischer Vorteile: Jeder Pixel kann einzeln ein- und ausgeschaltet werden, was zu einem nahezu unendlichen Kontrastverhältnis führt. Dadurch erscheinen Schwarztöne besonders tief. Zudem decken OLED-Panels einen größeren Farbraum ab und sind – je nach Bildinhalt – energieeffizienter als LCD-Geräte. Während ein 65-Zoll-OLED-Fernseher im Normalbetrieb etwa 150 Watt verbraucht, liegt der Verbrauch eines gleich großen LCD-Modells bei rund 200 Watt.

Auch bei der Reaktionszeit punkten OLEDs: Die Pixel können ihre Farbe in nur 0,1 Millisekunden ändern, was vor allem bei schnellen Bildwechseln – etwa bei Sportübertragungen oder Videospielen – von Vorteil ist. Neuere OLED-Modelle mit sogenannten Micro-Lens-Arrays (MLA), wie sie LG einsetzt, erreichen zudem Helligkeitswerte von bis zu 1.500 Nits und holen damit zu den traditionell helleren LCDs auf.

Abwägung zwischen Bildqualität und Einsatzzweck

Trotz aller Vorteile ist der Kauf eines OLED-Fernsehers nicht für jeden Anwendungsfall sinnvoll. Wer ein Gerät für das Schlafzimmer sucht oder den Fernseher nur gelegentlich nutzt, ist mit einem günstigeren LCD-Modell oft besser beraten. OLEDs entfalten ihr volles Potenzial vor allem in dunkleren Räumen mit kontrollierter Beleuchtung, etwa im Wohnzimmer beim Filmeschauen oder Gaming.

Zudem sind OLED-Fernseher unterhalb von 55 Zoll kaum erhältlich. Wer größere Modelle bevorzugt, muss mit Preisen zwischen 1.000 und 3.000 US-Dollar für 55- bis 65-Zoll-Geräte rechnen. Für 75- bis 85-Zoll-OLEDs steigen die Kosten auf bis zu 8.000 US-Dollar. LCD-Modelle derselben Größenklasse sind hingegen bereits ab unter 1.000 US-Dollar erhältlich.

Einordnung

Auch im Jahr 2026 bleibt OLED eine Premium-Technologie mit entsprechendem Preisniveau. Trotz sinkender Produktionskosten und technischer Fortschritte bleibt der Abstand zu LCD-Fernsehern deutlich, sowohl bei der Bildqualität als auch beim Preis.


Veröffentlicht am 1.2.2026. Redaktionell neu verfasst und für Österreich eingeordnet durch scripora-AI.
Fotocredit: scripora.com, AI generiert.
Basierend auf Informationen von: Originalartikel.

Autor: hml (hml@scripora.com)

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