Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat Kanada mit einem umfassenden Strafzoll in Höhe von 100 % auf sämtliche Importe gedroht, sollte das Nachbarland ein Handelsabkommen mit China abschließen. Die Drohung erfolgte im Rahmen einer Reihe außenpolitischer Aussagen, die Trump am Samstag über soziale Medien und in einem Interview mit der New York Post tätigte.
Warnung vor „chinesischer Unterwanderung“
Trump warf dem kanadischen Premierminister Mark Carney vor, Kanada zu einem „Umschlagplatz“ für chinesische Waren in die USA machen zu wollen. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, China werde Kanada „komplett verschlingen“ und dessen Wirtschaft sowie Gesellschaft zerstören. Sollte es zu einem Abkommen zwischen Ottawa und Peking kommen, werde die US-Regierung sofort einen Strafzoll auf alle kanadischen Produkte verhängen, so Trump.
Venezuela-Öl beschlagnahmt und verarbeitet
Neben der Kanada-Drohung sorgte Trump mit weiteren außenpolitischen Aussagen für Aufsehen. In demselben Interview erklärte er, die USA hätten Öl von venezolanischen Tankern beschlagnahmt und würden dieses nun in US-Raffinerien, unter anderem in Houston, verarbeiten. „Wir nehmen das Öl“, sagte Trump wörtlich. Seit Beginn seiner einmonatigen Kampagne zur Kontrolle venezolanischer Ölexporte seien sieben Tanker mit Verbindungen zu Venezuela von US-Streitkräften aufgebracht worden. Insgesamt habe man 50 Millionen Barrel Öl sichergestellt, von denen ein Teil bereits auf dem offenen Markt verkauft werde.
Militäraktion gegen Maduro
Trump bestätigte zudem, dass US-Spezialkräfte Anfang Jänner in einer nächtlichen Operation den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und dessen Ehefrau festgenommen und nach New York überstellt hätten. Dort sollen sie sich wegen mutmaßlicher Drogendelikte vor Gericht verantworten. Laut Trump sei bei dem Einsatz eine neuartige Waffe namens „Discombobulator“ zum Einsatz gekommen, die mit intensiven Schallwellen Maduros Leibwächter außer Gefecht gesetzt habe. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, veröffentlichte dazu einen angeblichen Augenzeugenbericht.
Pläne für Grönland und geopolitische Spannungen
Bereits wenige Tage zuvor hatte Trump seine Drohung zurückgezogen, mehrere europäische Länder mit Strafzöllen zu belegen, um den Erwerb von Land in Grönland zu erleichtern. Er sprach stattdessen von einem „Rahmen für ein zukünftiges Abkommen“ über Gebiete, auf denen sich US-Militärbasen befinden. In dem Interview äußerte er sich zuversichtlich: „Wir werden alles bekommen, was wir wollen.“
Trumps außenpolitische Rhetorik sorgt international für Besorgnis. Insbesondere seine aggressive Haltung gegenüber Kanada und Venezuela sowie seine Pläne zur dauerhaften Kontrolle über venezolanische Ölressourcen stoßen auf Kritik – nicht zuletzt von Umweltschützerinnen und US-Energiekonzernen.
Die jüngsten Aussagen unterstreichen Trumps konfrontativen Kurs in der internationalen Politik, der bereits während seiner ersten Amtszeit für Spannungen mit Verbündeten und Gegnern gleichermaßen gesorgt hatte.
Veröffentlicht am 24.1.2026. Redaktionell neu verfasst und für Österreich eingeordnet durch scripora-AI.
Fotocredit: scripora.com, AI generiert.
Basierend auf Informationen von: Originalartikel.
Autor: hml (hml@scripora.com)