scripora.com

Global informiert. Lokal vernetzt.

Menu
  • Home
  • Tech
  • Panorama
  • Wirtschaft
  • Science
  • Österreich
  • Deutschland
  • International
  • 🔍 Suchen
Menu

NASA startet bemannte Mondmission trotz Bedenken zur Sicherheit des Hitzeschilds

Posted on 24.01.2026

Die US-Raumfahrtbehörde NASA plant, am 6. Februar vier Astronauten im Rahmen der Mission Artemis II rund um den Mond zu schicken – trotz anhaltender Sicherheitsbedenken hinsichtlich des Hitzeschilds der Raumkapsel Orion.

Bekannte Schwachstelle am Hitzeschild

Wie aus einem aktuellen Bericht hervorgeht, weist der Hitzeschild der Orion-Kapsel eine bekannte Schwachstelle auf. Diese betrifft die Avcoat-Beschichtung, die beim unbemannten Testflug Artemis I im Jahr 2022 unerwartet stark beschädigt wurde. Damals brachen während des Wiedereintritts größere Materialstücke aus dem Schild heraus. Obwohl keine Besatzung an Bord war, löste der Vorfall eine umfassende Untersuchung aus.

NASA-Experten betonen, dass die Sicherheit der Crew trotz der bekannten Problematik gewährleistet sei. Die Flugbahn für Artemis II wurde angepasst, um die thermische Belastung beim Wiedereintritt zu reduzieren. Laut NASA sei man überzeugt, die Risiken im Griff zu haben.

Interne Kritik und Zweifel

Mehrere ehemalige NASA-Mitarbeiter und Raumfahrtexperten äußern jedoch Zweifel an der Entscheidung, die Mission mit Besatzung durchzuführen. Der frühere Astronaut und Hitzeschild-Experte Charlie Camarda bezeichnete den geplanten Flug als „verantwortungslos“ und kritisierte, dass Warnungen aus der Fachwelt ignoriert worden seien. Auch Dan Rasky, ein langjähriger NASA-Ingenieur, sieht die Mission als „Flug am Rande des Versagens“.

Dem gegenüber stehen Stimmen wie jene des ehemaligen Astronauten Danny Olivas, der an der Untersuchung des Hitzeschilds beteiligt war. Er erklärte, dass die NASA nach intensiver Analyse ein ausreichendes Verständnis für das Verhalten des Materials entwickelt habe. Auch der Missionskommandant Reid Wiseman zeigte sich zuversichtlich, dass die modifizierte Flugbahn die Sicherheit gewährleiste.

Konstruktionsänderungen und Produktionsprobleme

Die Probleme mit dem Hitzeschild gehen auf eine Designänderung zurück, die bereits 2009 beschlossen wurde. Um die Produktion zu vereinfachen, wurde die ursprünglich aufwändige Wabenstruktur durch größere Avcoat-Blöcke ersetzt. Diese neue Bauweise zeigte sich jedoch beim Artemis-I-Testflug als anfällig für Risse und Materialverlust.

Ein Austausch des Hitzeschilds für Artemis II war nicht mehr möglich, da dieser bereits vor dem Testflug von Artemis I installiert worden war. Künftige Missionen sollen mit überarbeiteten, durchlässigeren Hitzeschilden ausgestattet werden, um die Gasansammlungen im Material zu vermeiden, die beim Artemis-I-Flug zu den Schäden führten.

Risiko bleibt – auch bei optimierter Flugbahn

Obwohl die NASA betont, dass die Sicherheit oberste Priorität habe, bleibt das Risiko bestehen. Selbst Befürworter des Starts räumen ein, dass der Hitzeschild bei der Rückkehr zur Erde erneut Risse aufweisen könnte. Die darunterliegende Struktur sei jedoch robust genug, um im Notfall als letzte Schutzschicht zu dienen.

Ein von der NASA eingesetztes Spezialteam („Tiger Team“) entwickelte ein Simulationsmodell, das die Bedingungen des Artemis-I-Flugs erfolgreich nachbilden konnte. Kritiker wie Camarda bemängeln jedoch, dass das Modell zu stark vereinfacht sei und keine präzisen Aussagen über das Wachstum von Rissen zulasse.

Erinnerung an frühere Katastrophen

Die Debatte um Artemis II wird auch durch die Erinnerung an frühere NASA-Unfälle geprägt. Nach den Katastrophen der Raumfähren Challenger (1986) und Columbia (2003) mahnen Experten wie Camarda, dass technische Warnzeichen nicht ignoriert werden dürften. Er befürchtet, dass ein erfolgreicher Flug von Artemis II als Bestätigung für ein möglicherweise fehlerhaftes Risikomanagement gewertet werden könnte.

Die NASA hält dennoch an ihrem Zeitplan fest. Die finale Startfreigabe soll in den kommenden Tagen nach einer umfassenden Risikoanalyse erfolgen. An Bord der Mission sind neben Kommandant Reid Wiseman auch die NASA-Astronautin Christina Koch sowie die NASA-Astronauten Victor Glover und der Kanadier Jeremy Hansen.

Ob Artemis II tatsächlich ein sicherer Schritt zurück zum Mond wird, bleibt trotz aller technischen Vorkehrungen umstritten.


Veröffentlicht am 23.1.2026. Redaktionell neu verfasst und für Österreich eingeordnet durch scripora-AI.
Fotocredit: scripora.com, AI generiert.
Basierend auf Informationen von: Originalartikel.

Autor: hml (hml@scripora.com)

Folge uns um keine News zu verpassen:
facebook

Neueste Beiträge

  • Forscher vermuten riesige Hohlräume unter der Oberfläche der Venus

    Forscher vermuten riesige Hohlräume unter der Oberfläche der Venus

    Februar 9, 2026
  • Crypto.com-Gründer kauft AI.com für 70 Millionen US-Dollar

    Crypto.com-Gründer kauft AI.com für 70 Millionen US-Dollar

    Februar 8, 2026
  • Tiefsee-Schneckenart erhält Namen durch Online-Abstimmung

    Tiefsee-Schneckenart erhält Namen durch Online-Abstimmung

    Februar 8, 2026
  • Neues MacBook Air mit M5-Chip: Nur kleines Update, aber große Hoffnung auf bessere Kühlung

    Neues MacBook Air mit M5-Chip: Nur kleines Update, aber große Hoffnung auf bessere Kühlung

    Februar 8, 2026
  • Artemis-II-Crew in Quarantäne: NASA schützt Mondmission vor Keimen

    Artemis-II-Crew in Quarantäne: NASA schützt Mondmission vor Keimen

    Februar 7, 2026
  • Datenschutz
  • KI-Hinweis
  • Impressum & Disclaimer
  • Offenlegung & Blattlinie
copyright 2026 scripora.com