Ein massiver Wintersturm hat am Freitag große Teile der Vereinigten Staaten erfasst und sorgt für weitreichende Beeinträchtigungen. Laut Angaben des US-Wetterdienstes NOAA sind rund zwei Drittel der US-Bevölkerung von dem Unwetter betroffen. Die Schneefront erstreckt sich über mehr als 2.000 Meilen – von Texas bis Neuengland – und bringt gefährliche Eisbildung, starke Schneefälle und extreme Kälte mit sich.
Stromausfälle und Infrastruktur unter Druck
Besonders im Süden der USA wird mit katastrophalen Eisablagerungen gerechnet. Diese könnten Stromleitungen und Bäume zum Einsturz bringen. Hunderttausende Haushalte könnten laut Prognosen tagelang ohne Strom bleiben. In mehreren Bundesstaaten wurden bereits Notfallpläne aktiviert. So entsandten etwa Energieversorger aus Florida, Minnesota und Nebraska hunderte Fachkräfte in betroffene Regionen, um bei der Wiederherstellung der Stromversorgung zu helfen.
Flugverkehr massiv beeinträchtigt
Der Flugverkehr ist stark eingeschränkt. Bereits am Freitagabend wurden laut dem Flugverfolgungsdienst FlightAware über 4.200 Flüge für Sonntag gestrichen – ein Rekordwert für das vergangene Jahr. Auch für Samstag wurden mehr als 2.900 Flüge abgesagt. Besonders betroffen sind die Flughäfen in Dallas, Memphis und Oklahoma City. Die US-Luftfahrtbehörde FAA rechnet mit weiteren Flughafenschließungen und Bodenstopps.
Leere Regale und Notvorräte
In Städten wie Tulsa und Atlanta berichten Bewohner von leeren Supermarktregalen. Grundnahrungsmittel wie Eier, Wasser und Butter seien kaum noch erhältlich. In Atlanta bildeten sich lange Autoschlangen vor Ausgabestellen von Hilfsorganisationen. Viele Menschen versuchen, sich für mehrere Tage mit Lebensmitteln und Wasser einzudecken.
Staatliche Maßnahmen und Warnungen
Mindestens 15 Bundesstaaten sowie die Hauptstadt Washington, D.C., haben den Notstand ausgerufen, um Ressourcen schneller mobilisieren zu können. Auch Präsident Donald Trump erklärte, dass die Bundesbehörden, insbesondere die Katastrophenschutzbehörde FEMA, einsatzbereit seien. In South Carolina wurde bereits ein Antrag auf eine föderale Notfallhilfe gestellt.
Schul- und Universitätsbetrieb eingestellt
In zahlreichen Bundesstaaten wurden Schulen und Universitäten geschlossen. Betroffen sind unter anderem Bildungseinrichtungen in Mississippi, Pennsylvania, Texas, Virginia, Maryland und Massachusetts. Viele Hochschulen stellen auf Fernunterricht um oder setzen den Betrieb vorübergehend aus.
Extreme Kälte und historische Ausmaße
Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung wird in den kommenden Tagen mit Windchill-Temperaturen unter dem Gefrierpunkt konfrontiert. In Minneapolis wurden am Freitag -25 Grad Celsius gemessen. Trotz der Kälte kam es dort zu Protesten gegen die Einwanderungspolitik. In Oklahoma City wird mit bis zu 33 Zentimetern Neuschnee gerechnet – ein Wert, der nahe an den historischen Rekord von 2009 heranreicht.
Einordnung
Der aktuelle Wintersturm zählt zu den flächenmäßig größten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Über 1.400 Bezirke stehen gleichzeitig unter Unwetterwarnung – ein Höchstwert seit mindestens 2008. Die Behörden rufen die Bevölkerung eindringlich dazu auf, zu Hause zu bleiben, sich mit Vorräten einzudecken und Nachbarn zu unterstützen.
Veröffentlicht am 24.1.2026. Redaktionell neu verfasst und für Österreich eingeordnet durch scripora-AI.
Fotocredit: scripora.com, AI generiert.
Basierend auf Informationen von: Originalartikel.
Autor: hml (hml@scripora.com)