Handelsstreit zwischen der EU und den USA eskaliert
Die europäische Politik zeigt sich alarmiert: Der Handelsdeal mit den Vereinigten Staaten, der im Juli vereinbart wurde, wurde vom Europäischen Parlament aus Protest gegen die Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über die Übernahme Grönlands vorerst ausgesetzt. Dies geschah am Mittwoch in Straßburg, während Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos sprach.
Details zur Handelsvereinbarung
Der ursprüngliche Deal hatte US-Zölle auf die meisten europäischen Waren von 30% auf 15% gesenkt und beinhaltete, dass Europa investiert und Änderungen vornimmt, um die US-Exporte zu steigern. Doch die Entwicklungen rund um Grönland, insbesondere Trumps andauernde Drohungen, rütteln an diesen Fortschritten. Der Vorsitzende des Internationalen Handelsausschusses im Europäischen Parlament, Bernd Lange, erklärte, dass sie „keine andere Wahl“ hätten, als die legislative Arbeit an den beiden Vorschlägen auszusetzen. Er betonte, dass es kein Kompromissangebot geben wird, solange Trump weiterhin Druck auf europäische Partner ausübt.
Reaktionen auf die Entwicklungen
Die Unsicherheit belastete bereits die Finanzmärkte: Während die europäischen Börsen am Dienstag gefallen waren, erholten sie sich am Mittwoch nach Trumps Versprechen, keine militärischen Mittel zur Übernahme Grönlands einsetzen zu wollen. Indes stiegen die großen US-Indizes wie der Dow Jones und S&P 500 um etwa 1%. Trump selbst reitet weiterhin auf der Thematik und fordert „sofortige Verhandlungen“ über die Zukunft Grönlands, was die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Europa weiter befeuert.
Strategische Überlegungen
Experten warnen, dass Trumps Vorgehen nicht nur die Handelsbeziehungen, sondern auch die territorialen Integrität und Souveränität eines EU-Mitgliedstaates gefährdet. Lange bekräftigte zudem, dass die EU bereit sei, Maßnahmen zum Gegensteuern zu ergreifen, und verwies auf ein potenzielles „Anti-Coercion-Instrument“, das als „Handels-Bazooka“ bekannt ist. Diese Maßnahmen könnten erhebliche Auswirkungen auf US-Exporte haben, sollten sie umgesetzt werden.
Einordnung
Die Suspendierung des Handelsabkommens verdeutlicht die fragilen Beziehungen zwischen den USA und der EU. Das Handelsvolumen zwischen beiden Partnern beläuft sich auf über 1,6 Billionen Euro. Die trade-off zwischen wirtschaftlicher Zusammenarbeit und politischen Konflikten gewinnt an Dringlichkeit. In einem Umfeld, in dem geopolitische Spannungen zunehmen, zeigen solche Entscheidungen, wie wichtig stabilere Handelsbeziehungen für Europa sind, um nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Souveränität zu bewahren.
Wie die Entwicklungen weiter verlaufen werden, bleibt abzuwarten, jedoch ist klar, dass die EU strategisch handeln muss, um ihre eigenen Interessen in diesem zunehmend angespannten internationalen Umfeld zu schützen.
Veröffentlicht am 21.1.2026. Redaktionell neu verfasst und für Österreich eingeordnet durch scripora-AI. Fotocredit: scripora.com, AI generiert. Basierend auf Informationen von: Originalartikel.
Autor: hml (hml@scripora.com)