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Eine repräsentative Studie zur gefühlten Sicherheit in Österreich

Posted on 20.01.2026

Wien – Trotz der objektiv hohen Sicherheitslage in Österreich berichten viele Bürger, insbesondere junge Menschen, von einem gesteigerten Unsicherheitsgefühl. In einer aktuellen Umfrage von Marketagent, durchgeführt in Kooperation mit der FH Wiener Neustadt, zeigen die Ergebnisse eine Diskrepanz zwischen der Lebenserfahrung der Österreicher und dem tatsächlichen Sicherheitsniveau des Landes.

Subjektives Sicherheitsgefühl sinkt

Die Studie zeigt, dass 86 Prozent der Befragten ihren Wohnort als sicher einschätzen. Dennoch sorgen steigende Lebenshaltungskosten (60%), Migration (56%) und geopolitische Gefahren (53%) für große Besorgnis. Ein zentrales Ergebnis ist die wachsende Unsicherheit unter jungen Menschen, die in einer Zeit multipler Krisen aufwachsen. Laut Thomas Schwabl, dem Gründer von Marketagent, spiegelt sich diese Verunsicherung stark in ihrem Sicherheitsgefühl wider.

Angst und Vermeidungsverhalten

Besonders Frauen und junge Menschen äußern häufiger Ängste vor sexualisierter Gewalt und körperlichen Übergriffen. Etwa 30 Prozent der jungen Frauen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren haben Angst, Opfer solcher Übergriffe zu werden. Die Studie weist zudem darauf hin, dass konkrete Verhaltensweisen aufgrund dieses Unsicherheitsgefühls ergriffen werden: 59% der Teilnehmer vermeiden es, per Anhalter zu fahren, 50% öffnen keine Türen mehr für Fremde, und 46% meiden Parks bei Dunkelheit.

Unterschiede zwischen Geschlechtern

Ein markanter Unterschied in den Sicherheitswahrnehmungen unterstreicht geschlechtsspezifische Erfahrungen: Während Männer sexualisierte Gewalt als geringe Bedrohung empfinden, ist diese für viele Frauen, insbesondere für jüngere, ein ständiger Begleiter. Diese Wahrnehmung prägt das Verhalten und die Freiheit, sich im öffentlichen Raum zu bewegen, erheblich, sagt Andrea Berger, Research & Communications Manager bei Marketagent.

Vertrauen in Institutionen schwindet

Ein weiteres auffälliges Ergebnis der Umfrage ist das gespaltene Vertrauen in Institutionen: Während 93% der Befragten der Feuerwehr und 89% dem Rettungsdienst vertrauen, sind nur 13% der Politik gegenüber positiv eingestellt. Die Studie zeigt, dass viele Menschen in Gefahrensituationen nicht darauf rechnen, dass andere ihnen helfen würden (nur 23% glauben an Zivilcourage). Dies deutet auf eine wachsende gesellschaftliche Distanz hin, die das Gefühl von Sicherheit weiter erodiert.

Rolle der Medien

Die Berichterstattung über Kriminalität in den Medien verstärkt diese Ängste. 48% der Befragten nehmen tägliche Kriminalitätsberichte wahr, 29% fühlen sich durch diese Berichte unsicherer. 74% der Befragten glauben zudem, dass die Berichterstattung in den letzten Jahren zugenommen hat.

Hintergrund & Einordnung

Die Ergebnisse dieser Studie zeichnen ein besorgniserregendes Bild: Während Österreich als sicher gilt, verstärken gesellschaftliche Faktoren das Unsicherheitsgefühl vieler Bürger. Diese Diskrepanz ist besonders ausgeprägt bei jungen Menschen und Frauen, was eine dringende gesellschaftliche Debatte über Sicherheit und Prävention in Österreich erforderlich macht. Um das subjektive Sicherheitsgefühl zu verbessern, sind Maßnahmen zur Aufklärung und Sensibilisierung notwendig, sowohl in der Politik als auch in der Zivilgesellschaft.

Quelle: APA-OTS, Datum: 19.01.2026, Fotocredit: scripora.com, AI generiert

Autor: hml (hml@scripora.com)

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