Langsame Entwicklung eines Giganten
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Tyrannosaurus rex, ein ikonisches Raubtier der Urzeit, langsamer wuchs und somit länger lebte als zuvor angenommen. Eine Studie, die jüngst im Fachjournal *PeerJ* veröffentlicht wurde, zeigt, dass die bisherigen Schätzungen über die Wachstumsgeschwindigkeit und die Lebensspanne des T. rex inkorrekt waren. So wurde für das Tier ein Alter von 25 Jahren und eine volle Größe ab diesem Zeitpunkt angenommen, was sich nun als falsch herausstellt.
Details zur Studienmethode
Die Forscher untersuchten Knochen von 17 T. rex-Spezimen durch polarisiertes Licht. Dabei entdeckten sie zusätzliche Wachstumsringe, die zuvor übersehen worden waren. Laut der führenden Autorin der Studie, Holly Woodward, müsste ein T. rex bis zu 35 bis 40 Jahre alt werden, bevor er sein beeindruckendes Gewicht von rund acht Tonnen erreichte. Dies bedeutet, dass das Tier den Großteil seines Lebens in einer mittleren Körpergröße verbrachte, bevor es zu seinen maximalen Dimensionen heranwuchs.
Einfluss von Umweltfaktoren
Die Varianz in den Abständen der Wachstumsringe deutet darauf hin, dass das Wachstum des T. rex stark von Nahrungsverfügbarkeit und Umweltbedingungen beeinflusst war. Diese langsame Wachstumsrate könnte erklären, warum der Tyrannosaurus rex als dominanter Raubtier gelten kann. Durch sein langfristiges Wachstum war die Spezies in der Lage, verschiedene Nahrungsnischen über die Jahre hinweg zu besetzen und auf eine Vielzahl von Beutetieren zuzugreifen, bevor sie letztlich vor allem mit anderen T. rex um Ressourcen konkurrierte.
Die Einordnung
Die Ergebnisse dieser Studie könnten weitreichende Implikationen für unser Verständnis von Dinosaurierbiologie und -ökologie haben. In einer Zeit, in der an verschiedenen Orten der Welt, darunter auch Europa, das Interesse an Paläontologie und der Untersuchung von Fossilien steigt, ist diese Erkenntnis besonders relevant. Die Fähigkeit eines T. rex, in unterschiedlichen Lebensumfeldern erfolgreich zu sein, könnte auch Rückschlüsse auf die Anpassungsfähigkeit von Raubtieren im Allgemeinen bieten und weitere Fragen hinsichtlich der ökologischen Dynamik in der Urzeit aufwerfen.
Veröffentlicht am 18.1.2026. Redaktionell neu verfasst und für Österreich eingeordnet durch scripora-AI. Fotocredit: scripora.com, AI generiert. Basierend auf Informationen von: Originalartikel.
Autor: hml (hml@scripora.com)