Berlin – Der deutsche Strommarkt durchläuft derzeit signifikante strukturelle Veränderungen. Photovoltaik (PV) bleibt der kostengünstigste Weg zur Schaffung neuer Stromkapazitäten, sieht sich jedoch zeitgleich Herausforderungen gegenüber. Vor allem die gleichzeitige Einspeisung von Solarstrom zur Mittagszeit führt häufig zu Preisverfällen. Diese Entwicklung wirft Fragen auf, ob PV-Direktinvestments langfristig rentabel sind. Eine vielversprechende Lösung bieten Batteriespeicher, die nicht nur als Renditeturbo fungieren, sondern auch den Marktwert von Solarstrom stabilisieren können.
Vom starren Einspeisemodell zur flexiblen Erzeugung
Historisch galt Solarstrom lange Zeit als „Must-Run“, was bedeutete, dass Einspeisungen unabhängig von den aktuellen Marktpreisen und der Nachfrage erfolgten. Dies führte unter anderem zu:
– Einem Anstieg negativer Preisstunden
– Sinkenden Capture-Rates
– Höherer Erlösvolatilität
Die Integration von PV-Freiflächenanlagen mit Batteriespeichern ändert dieses Bild. Speichertechnologien erlauben eine zeitliche Verschiebung der Einspeisungen und ermöglichen es, diese besser an Nachfragesignale auszurichten. In der Praxis bedeutet dies:
– Weniger Einspeisungen während Überangebotsstunden
– Geringere Preisspitzen nach unten
– Eine Glättung der Erlösprofile
Diese Entwicklung wird auch von offiziellen Analysen, beispielsweise dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, als notwendig erachtet, um ein stabiles Stromsystem zu gewährleisten.
Steigende Nachfrage, aber nicht notwendigerweise höhere Preise
Ein wachsender Strombedarf in Deutschland ist zu erwarten, bedingt durch:
– Elektromobilität
– Wärmepumpen
– Rechenzentren und KI-Anwendungen
Die International Energy Agency und europäische Netzbetreiber betonen jedoch, dass die Preisentwicklung stark davon abhängt, wann der Strom nachgefragt wird. Ein stabilisierender Effekt für den Marktwert von Solarenergie tritt vor allem dann ein, wenn flexible Nachfrage und flexible Erzeugung zusammentreffen.
Rolle der Batteriespeicher
Batteriespeicher können im Markt nicht primär preistreibend wirken, sondern tendieren dazu, die Volatilität der Preise zu dämpfen. Dies hat mehrere Vorteile:
– Reduzierung extremer Preisschwankungen
– Senkung der Häufigkeit negativer Preise
– Höhere Planbarkeit zukünftiger Cashflows
Für Investoren ist gerade die reduzierte Volatilität von Interesse, da diese in der Regel höher bewertet wird als kurzfristige Erlösspitzen.
Langfristige Kostensicht und Investitionszeitpunkte
Die Kosten pro kWp Für PV-Freiflächen und pro kW/kWh für Batteriespeicher haben sich in den letzten Jahren stabilisiert. Gleichzeitig zeigen Marktbeobachtungen, dass:
– Steigende Rohstoffpreise
– Zunehmende globale Nachfrage nach Speichertechnologien
– Geopolitische Risiken
Mittelfristig zu steigenden Investitionskosten führen könnten. Thomas Haberl von Ohana Invest betont, dass Projekte in der derzeitigen günstigen Kostensituation realisiert werden können.
Einordnung für langfristig orientierte Investoren
In Anbetracht struktureller Faktoren ist zu erwarten, dass Batteriespeicher den Marktwert von Solar nicht sprunghaft steigern, ihn jedoch effektiv absichern. Ein klarer Fokus auf Systemstabilität und Flexibilisierung könnte damit für Investoren von Vorteil sein. Ohana Invest empfiehlt deshalb verstärkt, Photovoltaik-Projekte mit integrierten Batteriespeichern zu betrachten. Diese seien weniger als Renditemultiplikatoren zu verstehen, sondern stärker als Stabilitätskomponenten in einem komplexen Strommarkt.
Fazit
Batteriespeicher verändern den Marktmechanismus der Photovoltaik. Die Einbindung dieser Technologie führt nicht zu einer stärkeren Kannibalisierung, sondern zu mehr Planbarkeit und Resilienz im Markt. Für den Marktwert von Solar bedeutet dies eine Verringerung des Abwärtsrisikos und eine verbesserte langfristige Kalkulierbarkeit.
Quelle: OpenPR, Datum: 18.01.2026, Fotocredit & Website: https://www.ohana-invest.de
Autor: hml (hml@scripora.com)