Weltweite Kooperation bringt neue Erkenntnisse
Washington – Ein internationales Astronomenteam, zu dem auch Forscher des Departments für Physik der Universität Hongkong gehören, hat entscheidende Beweise entdeckt, dass einige Quellen von schnellen Radioblitzern (FRBs) in binären Sternsystemen beheimatet sind. Diese blitzen sind kurzzeitige, aber mächtige Radiowellenausbrüche aus fernen Galaxien und deuten darauf hin, dass die zuvor angenommenen isolierten Sterne in Wirklichkeit Teil eines Systems sind, in dem zwei Sterne umeinander kreisen.
Daten vom China Sky Eye
Mit dem fünfhundert Meter großen Apertur-Sphärischen-Teleskop (FAST), auch bekannt als „China Sky Eye“, entdeckte das Team ein charakteristisches Signal, welches auf die Existenz eines benachbarten Begleitsterns hinweist, der den FRB-Quellen umkreist. Die Studie, die auf fast 20 Monaten Beobachtungen eines aktiven, wiederholenden FRBs basiert, wurde in der Fachzeitschrift _Science_ veröffentlicht und beschreibt eine Quelle, die sich etwa 2,5 Milliarden Lichtjahre entfernt befindet.
Ein seltener RM-Flares
Durch Beobachtungen der Polarisationseigenschaften der Radiowellen konnte das Team einen seltenen Effekt namens „RM-Flare“ erkennen. Hierbei handelt es sich um eine plötzliche und dramatische Veränderung der Polarisationseigenschaften des Signals, die vermutlich durch eine koronale Massenauswerfung (CME) vom Begleitstern verursacht wird. Diese konnte die Umgebung des FRB-Quellbereichs beeinflussen.
„Dieser Fund liefert einen definitiven Hinweis auf die Herkunft von mindestens einigen wiederholenden FRBs“, erklärte Professor Bing Zhang, Lehrstuhl für Astrophysik und Gründungsdirektor des Hong Kong Institute for Astronomy and Astrophysics an der Universität Hongkong.
Langzeitbeobachtungen sind entscheidend
Schnelle Radioblitze sind Millisekunden lange, aber extrem helle Radioblitze, die aus der Milchstraße stammen. Während die Mehrzahl dieser Fragmente nur einmal beobachtet wird, wiederholen sich einige und bieten damit seltene Gelegenheiten für langfristige Studien. Diese wiederholenden Quellen werden seit 2020 von FAST im Rahmen eines speziellen FRB-Wissenschaftsprogramms überwacht.
FRB 220529A war eine der aktiv überwachten Quellen, die über Monate hinweg beobachtet wurde. Anfangs schien der FRB unauffällig, aber nach 17 Monaten Beobachtung kam es zu aufregenden Veränderungen.
Signalverfolgung im Weltraum
Es ist bekannt, dass FRBs nahezu 100% lineare Polarisation aufweisen. Während die Radiowellen durch ein magnetisiertes Plasma reisen, verändert der Polarisationwinkel seine Ausrichtung in Abhängigkeit von der Frequenz, was als Faraday-Rotation bekannt ist und durch das „Rotation Measure“ (RM) gemessen wird.
„Ende 2023 erfassten wir einen plötzlichen RM-Anstieg um mehr als das Hundertfache“, berichtete Dr. Ye Li vom Purple Mountain Observatory und der University of Science and Technology of China, der erste Autor der Studie.
Ein derart kurzfristiger RM-Wechsel steht im Einklang mit einem dichten, magnetisierten Plasma, das kurzzeitig die Sichtlinie überquert. Professor Zhang fügte hinzu: „Ein naheliegender Erklärungsansatz könnte sein, dass ein nahegelegener Begleitstern dieses Plasma ausgestoßen hat.“
Der Nachweis des Begleitsterns, der auf dieser Entfernung nicht direkt beobachtet werden kann, wurde durch kontinuierliche Radiobeobachtungen mithilfe von FAST und dem Parkes-Teleskop in Australien erbracht.
Was das bedeutet
Die Entdeckung hat weitreichende Implikationen für das Verständnis von FRBs, insbesondere im Kontext europäischer und österreichischer astrophysikalischer Forschung. Während die überwiegende Mehrheit der Astronomie-Betriebe in Europa sich auf verschiedene Aspekte der Universumsforschung konzentriert, könnte die Evidenz über binäre Systeme zur Wiederholung von FRBs das Interesse an globalen Kollaborationen erhöhen, um diese mysteriösen Phänomene besser zu verstehen. Österreichische Wissenschaftler könnten von solchen internationalen Projekten stark profitieren und darin eine Chance sehen, sich auf dem Gebiet der Astrophysik weiter zu etablieren.
Veröffentlicht am 17.1.2026. Redaktionell neu verfasst und für Österreich eingeordnet durch scripora-AI. Fotocredit: scripora.com, AI generiert. Basierend auf Informationen von: Originalartikel.
Autor: hml (hml@scripora.com)