Berlin – Wenn der Schnee fällt und Gehwege und Einfahrten unter einer weißen Decke verschwinden, führt das nicht nur zu einer schönen Winterstimmung, sondern auch zu einer erhöhten Unfallgefahr. Glatte Flächen und vereiste Stufen können jedes Jahr zahlreiche Stürze verursachen. Daher sind umsichtige Maßnahmen beim Winterdienst unerlässlich.
Pflichten und richtige Technik beim Winterdienst
In vielen Kommunen sind Anwohner dazu verpflichtet, ihre Wege, Gehsteige und Zufahrten gut begehbar zu halten. Dies gilt häufig werktags ab 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen später. Der TÜV-Verband betont, dass eine geregelte Schneeräumung nicht nur freie Wege schafft, sondern auch die Sicherheit erhöht. „Wichtig ist, Schnee gleichmäßig zu räumen, geeignete Geräte zu verwenden und körperliche Überlastung zu vermeiden“, erläutert André Siegl, Referent für Arbeits- und Gesundheitsschutz beim TÜV-Verband.
Schonende Räumtechnik
Das Schneeräumen kann eine körperlich anstrengende Tätigkeit sein, besonders wenn der Schnee nass und schwer ist. Um Rückenschmerzen oder Verletzungen zu vermeiden, sollten einige Techniken beachtet werden: „Besser schieben als heben, kleinere Schneemengen bewegen und die Schaufel nah am Körper führen“, empfiehlt Siegl. Pausen und realistische Einschätzung der eigenen Kräfte sind ebenfalls wichtig, insbesondere für ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen.
Die Wahl des richtigen Geräts
Die richtige Ausrüstung ist für einen sicheren Winterdienst entscheidend. Ob Schneeschaufel, -schieber oder -fräse: Jedes Gerät hat seine spezifischen Anwendungsbereiche. Schneeschaufeln sind optimal für kleine Flächen und schmale Wege, während Schneeschieber für breitere Gehwege und Hofzufahrten ideal sind. Schneefräsen kommen bei größeren Flächen und hohen Schneemengen zum Einsatz. Dabei sollte auch der ergonomische Umgang mit den Geräten im Fokus stehen, um die Körperbelastung zu minimieren. Produkte mit dem GS-Zeichen „Geprüfte Sicherheit“ bieten zusätzliche Gewähr für Qualität und Sicherheit.
Streuen bei Glätte
Das Räumen allein sorgt nicht immer für Sicherheit. Bei Glätte durch Eis, festgetretenen Schnee oder überfrierende Nässe ist zusätzliches Streuen erforderlich. Hierbei sollten umweltfreundliche, abstumpfende Mittel wie Splitt oder Granulat verwendet werden. Streusalz sollte vermieden werden, da es negative Auswirkungen auf Umwelt und Materialien hat, wird jedoch in Ausnahmefällen sehr sparsam eingesetzt. Wichtig ist, das Streugut nach dem Winter zu entfernen, um neue Stolperstellen zu vermeiden.
Die richtige Winterkleidung
Zur sicheren Durchführung der Arbeiten gehört auch die passende Winterkleidung. Schuhe mit griffigem Profil helfen, das Rutschrisiko zu vermindern, während wetterfeste, mehrlagige Kleidung den Bewegungsbereich nicht einschränkt. Bei der Arbeit in der Dämmerung oder Dunkelheit sollten reflektierende Elemente getragen werden, um die Sichtbarkeit zu erhöhen.
Über den TÜV-Verband
Der TÜV-Verband e.V. vertritt die politischen Interessen der TÜV-Prüforganisationen und fördert den Austausch zwischen seinen Mitgliedern. Der Verband setzt sich für technische und digitale Sicherheit sowie Nachhaltigkeit in verschiedenen Bereichen ein und richtet sich hierbei nach allgemeinen Standards und unabhängigen Prüfungen.
Quelle: Presseportal.de, Datum: 10.01.2026, Fotocredit: scripora.com, AI generiert, Website: https://www.tuev-verband.de
Autor: hml (hml@scripora.com)