Wien – Die Rezession in der österreichischen Industrie setzt sich fort. Im dritten Quartal 2025 erzielten die heimischen Unternehmen im produzierenden Sektor einen Umsatz von 94,9 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Diese Umsatzdelle ist bereits die zehnte in Folge. Trotz der negativen Entwicklung zeigen die Rückgänge jedoch eine deutliche Abschwächung.
Wirtschaftsbarometer weist auf Stabilisierung hin
„Die österreichische Industrie befindet sich weiterhin in schwierigem Fahrwasser. Gleichzeitig sehen wir aber, dass sich die Dynamik der Rückgänge zuletzt abgeschwächt hat – ein erstes Signal für eine mögliche Stabilisierung, wenn auch auf niedrigem Niveau“, erklärt Axel Preiss, Sector Leader Industrials bei EY Österreich.
Branchen im Fokus
Im Gegensatz zur allgemeinen Entwicklung konnten einige Branchen Zuwächse verzeichnen. Die Chemie- und Pharmaindustrie stieg im dritten Quartal um über 13 Prozent, gefolgt von der Elektrotechnik- und Elektronikbranche mit plus 9 Prozent und dem Maschinenbau mit 3 Prozent. Dagegen erlebte die Automobilindustrie einen Rückgang von 7 Prozent, während auch die Papier- und Pappeindustrie (-6 %) sowie die Textil- und Bekleidungsindustrie (-5 %) stark betroffen waren.
Die entsprechenden Daten stammen aus dem aktuellen Industriebarometer von EY, das umfassende Einblicke in die wirtschaftliche Lage der Branche gibt. Die vollständigen Unterlagen stehen hier zum Download bereit.
Quelle: APA-OTS, Datum: 10.01.2026
Autor: hml (hml@scripora.com)