Potsdam – An der Universität Potsdam fand die erste digitale Prüfung im Jurastudium statt, unterstützt durch Künstliche Intelligenz (KI). Dies stellt einen bedeutenden Fortschritt in der digitalen Unterstützung der Rechtswissenschaften dar, wie Prof. Dr. Susanne Hähnchen, die die Probeklausur organisierte, betont.
Revolution im Prüfungsalltag
Der herkömmliche Prüfungsablauf in den Rechtswissenschaften, der bis zum Ersten Staatsexamen Papier und Stift umfasst, könnte durch digitale Lösungen und KI erheblich verändert werden. In einer bundesweiten Erprobung haben Fachleute aus verschiedenen Universitäten, darunter Berlin, Bielefeld, Köln, München und Passau, die digitale Klausur wissenschaftlich begleitet.
Wissenschaftliche Begleitung und KI-Feedback
Die Forschung konzentriert sich vor allem auf die durch KI-Systeme generierten Noten und Korrekturanmerkungen. Diese sollen nicht nur den Vergleich zwischen menschlichen und KI-Korrekturen ermöglichen, sondern auch die Qualität des inhaltlichen feedbacks verbessern. Laut dem Erstautor der Studie, Michael B. Strecker, können KI-Korrekturen bereits signifikante Vorteile bieten, da sie kostengünstige und schnelle Übungsmöglichkeiten für die Studierenden bereitstellen.
Potenziale und Herausforderungen
Die Projektbeteiligten sind sich einig, dass ausschließlich Menschen die letztendliche Verantwortung für examensorientierte Bewertungen tragen sollten. Dennoch bieten KI-Korrekturen vielversprechende Ansätze zur Steigerung der Objektivität und zur Unterstützung von Korrektoren.
Zukunftsausblick
Nach der ersten digitalen Probeklausur wird nun der inhaltliche Wert des KI-generierten feedbacks genauer untersucht. Alexander Schulz, Leiter des Zentrums für Informationstechnologie und Medienmanagement, hebt hervor, dass die Entwicklung digitaler Prüfungen für Hochschulen bereits tiefgehender analysiert wurde. Das Thema wird auch in Zukunft von hoher Bedeutung bleiben.
Quelle: OpenPR, Datum: 10.01.2026, Website: www.uni-potsdam.de/presse
Autor: hml (hml@scripora.com)