Frankfurt am Main – Eine aktuelle Studie von BearingPoint zeigt, dass trotz einer rekordhohen Bekanntheit von 92 Prozent Kryptowährungen in Deutschland weiterhin ein Nischenthema sind. Während staatliche Währungen und Gold als Zahlungsmittel und Wertaufbewahrung stark dominieren, bleibt die tatsächliche Nutzung von Bitcoin und Co. gering.
Kryptowährungen: Bekanntheit hoch, Nutzung bleibt gering
Die Befragung, die im Rahmen einer Online-Studie durchgeführt wurde, zeigt, dass Fast alle Deutschen (92 %) Kryptowährungen kennen. Allerdings ist die tatsächliche Nutzung im Alltag stagnierenden geblieben: Nur acht Prozent der Befragten gaben an, aktiv mit Kryptowährungen zu handeln oder sie zu verwenden. Im Jahr 2016 waren es nur fünf Prozent. Die Mehrheit der Befragten (51 %) weiß nicht genau, wie Kryptowährungen funktionieren.
Digitales Gold, jedoch kein Massenzahlungsmittel
Kryptowährungen werden zunehmend als „digitales Gold“ wahrgenommen. 20 Prozent der Befragten sehen sie als Wertaufbewahrungsmittel geeignet, während Gold mit 84 Prozent und staatliche Währungen mit 77 Prozent deutlich bevorzugt werden. Nur neun Prozent bewerten Kryptowährungen als gutes Zahlungsmittel.
Niedriges Vertrauen in Kryptowährungen als Anlageform
In Bezug auf Geldanlagen schneiden Kryptowährungen ebenfalls schlecht ab: Nur 18 Prozent der Befragten haben in Kryptowährungen investiert, während 27 Prozent sie allgemein als geeignete Anlageform erachten. Im Vergleich dazu nahezu zwei Drittel der Befragten sehen Aktien (68 %), Gold (72 %) und staatliche Währungen (73 %) als attraktivere Optionen an.
Digitale Zentralbankwährungen als mögliche Lösung
Interessanterweise würden 35 Prozent der Befragten eine digitale Zentralbankwährung, wie den digitalen Euro, als Zahlungsmittel nutzen wollen. Dies stellt eine signifikante Marktlücke dar, die derzeit von privaten digitalen Währungen nicht ausgefüllt werden kann.
“Unsere Studie zeigt, dass Kryptowährungen zwar bekannt sind, aber in der alltäglichen Nutzung kaum Fuß fassen können. Digitale Zentralbankwährungen haben individuelle Chancen auf Akzeptanz, weil Vertrauen in staatliche Währungen nach wie vor hoch ist,” sagt Dr. Robert Bosch, Partner und Globaler Leiter Banking & Capital Markets bei BearingPoint.
Über die Studie
Die Daten basieren auf einer Online-Umfrage durchgeführt von YouGov im Zeitraum vom 25. bis 28. November 2025, an der 2.006 Personen teilnahmen. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab 18 Jahren.
Quelle: Presseportal.de, Datum: 07.01.2026, Fotocredit & Website: https://www.bearingpoint.com
Autor: hml (hml@scripora.com)
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