Berlin – Mystery-Boxen und Secret Packs sorgen für Nervenkitzel und den Traum vom großen Glücksgriff. Diese unerwarteten Überraschungen sind europaweit in Automaten und im Internet zu finden. Doch viele Käufer sind schnell enttäuscht, wenn die Inhalte nicht den Erwartungen entsprechen. Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland klärt über die Risiken und Rechte auf, die beim Kauf solcher Produkte bestehen.
Das Konzept der Mystery-Boxen
Die Verbraucher sind oft bereit, Geld für angebliche Schnäppchen auszugeben, nur um festzustellen, dass die Inhalte eher minderwertig sind. Ein Beispiel ist Manfred S. aus Frankfurt, dessen Tochter eine Mystery-Box für 20 Euro am Bahnhof in Mailand kaufte. Der Inhalt: eine unpassende Handyhülle und ein undefinierbares Kabel. Solche Erfahrungen sind keine Seltenheit.
Die Wirtschaft dahinter
Der Online-Handel hat eine hohe Retourenquote. Händler versuchen, die unverkauften Rücksendungen über Mystery-Boxen zu verwerten. Verbraucher können jedoch nur schwer nachvollziehen, was sich wirklich in diesen Boxen verbirgt und ob wertvolle Artikel herausgefiltert wurden. Eine Dokumentation des ZDF wirft einen kritischen Blick auf dieses Geschäftsmodell.
Hoch im Kurs: Europäische Automaten
Die Verkaufsautomaten für Mystery-Boxen sind in ganz Europa verbreitet. Oftmals gelangen die Artikel nach vollkommen unterschiedlichen Standards in die Boxen, was die Sicherheit und Qualität beeinträchtigen kann.
Verbraucherrechte beim Kauf
Wer eine Mystery-Box online kauft, hat ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen. Dieses muss der Anbieter akzeptieren, auch wenn er es nicht in seinen AGB ausschließt. Bei Käufen am Automaten gibt es hingegen keine Rückgaberechte.
Risiken für Jugendliche
Gerade Kinder und Jugendliche sind anfällig für die Glücksspiel-Mechanismen, die hinter diesen Produkten stecken. Oft sind die Inhalte gefährlich oder ungeeignet für Jüngere. Es gibt Meldungen über Produkte wie Schlagringe, die in diesen Überraschungsboxen enthalten sein können.
Quelle: Presseportal.de, Datum: 07.01.2026, Fotocredit & Website: www.evz.de
Autor: hml (hml@scripora.com)