Berlin – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat über 1 Million Unterschriften für ein bundesweites Böllerverbot gesammelt und an das Bundesinnenministerium übergeben. Damit fordert das Aktionsbündnis #böllerciao einen sofortigen Stopp der privaten Pyrotechnik an Silvester.
Petition als Zeichen der Unzufriedenheit
In einem Offenen Brief erklärten die Initiatoren, dass die Mehrheit der Bundesbürger hinter dem Anliegen stehe. Die DUH äußert sich besorgt über die erheblichen Gefahren, die private Feuerwerkskörper in der Silvesternacht verursachen. Der jüngste Jahreswechsel führte zu mindestens sieben Todesfällen und zahlreichen Verletzten.
Kritik an der Regierung
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, kritisierte insbesondere Innenminister Dobrindt für dessen Versäumnisse beim Schutz der Bürger. Laut Resch habe es zahlreiche vermeidbare Verletzungen und Todesfälle gegeben, die auf Böller und Raketen zurückzuführen seien.
Forderungen und Widerstand
Die DUH fordert konkrete Änderungen der Sprengstoffverordnung, um ein umfassendes Verkaufs- und Anwendungsverbot von Pyrotechnik zu realisieren. Trotz der überwältigenden Anzahl an Unterschriften lehnt das Ministerium, aus seiner Sicht „bewusst“, die Annahme des Briefes ab und verändert seine Position nicht. Resch betont, dass die Argumentation des Ministeriums, ein Böllerverbot sei nicht verhältnismäßig, nicht haltbar sei.
Unterstützung aus verschiedenen Organisationen
Das Bündnis #böllerciao umfasst mittlerweile 66 Organisationen aus verschiedenen Bereichen, darunter Umweltschutz, Gesundheit und Tierschutz. Die Mitglieder fordern eine Überprüfung der bestehenden Regelungen und mehr Handlungsspielraum für Bundesländer und Kommunen.
Quelle: Presseportal.de, Datum: 05.01.2026, Fotocredit: scripora.com, AI generiert:, Website: https://www.duh.de
Autor: hml (hml@scripora.com)